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Geschichte des Haidong Gumdo
Haidong
Gumdo, wörtlich übersetzt "koreanische Fechtkunst",
kann auf eine lange Tradition von über 1700 Jahren zurückblicken.
Die ausgefeilten Übungen und Techniken dieser koreanischen Kampfkunst
wurden von den Kriegern der Goryeo-Dynastie, den Samurang, entwickelt
und unter strengster Geheimhaltung nur jeweils an eine Person weitergegeben.
1961 traf dann jedoch Kim Jeong-ho, derzeitiger
Präsident der World Haidong Gumdo Federation auf den von Berg zu
Berg ziehenden Wanderer Jang Baek-san der ihn im Alter von 8 Jahren in
die Kunst des Schwertes einweihte. Nach 12 harten Jahren als dessen einziger
Schüler eröffnete Kim dann 1982 seine erste eigene Schule.
Heute lassen sich über 400 in Korea und über
600 weitere auf 50 Länder verteilte Schulen des Haidong Gumdo finden.
Damit übertrifft es alle anderen koreanischen Kampfsportarten in
seinem bahnbrechendem Wachstum, das noch längst nicht ausgeschöpft
zu sein scheint.
Im
Juli 2002 fand schließlich die erste Haidong Gumdo Weltmeisterschaft
in der Provinz Gangwon statt. Insgesamt 14 Länder konnten sich dort
in ihrem Können messen und bei dem derzeitigen Boom werden es noch
wesentlich mehr werden.
Allerdings wird sich im Haidong Gumdo nicht wie
im konkurrierenden Daehan Gumdo, welches ein Import des japanischen Kendo
darstellt, in einem Freikampf mit Bambusstöcken gemessen. Denn mit
den tödlichen Bögen und Schnitten der hölzernen oder metallenen
Schwerter wäre es als eine auf den realen Kampf ausrichtete Kampfkunst
zu gefährlich.
Statt dessen werden im Gaidong Gumdo choreographische Kampffolgen zur
Bewertung herangezogen. Wobei die Technik, die Eleganz der Bewegungen,
ihre Echtheit, sowie die Kreativität der Akteure bewertet werden.
Dies entspricht dann auch eher dem Bild einer Kampfkunst,
dessen Werte
in der Überwindung der eigenen Grenzen und der Erkenntnis sowie Erschöpfung
des eigenen Potentials mittels einer meditativen Kunst liegen.
Statt sich in dem Leistungsdruck einer Sportart zu verlieren, die dem
sozialen Druck der Gesellschaft entspricht, ja ihn sogar betont, versucht
das Haidong Gumdo, selbst in seiner tödlichen Präzision und
Gefährlichkeit, diesem Druck entgegenzutreten und ihn Auszugleichen.
Ein Ausüben dieser Kampfkunst würde daher nicht nur die Konzentration
und physische Leistungsfähigkeit fördern, es würde sein
Wesen als meditative, dem Leistungsdruck entgegengesetzte Kampfkunst auch
in jegliche Lebensbereiche ausdehnen. Die eigene Leistungsbereitschaft
sowie die eigenen Fähigkeiten würden daher ohne Druck und somit
auf effizientere Weise gesteigert werden.
Momentan befindet sich Meister Kim in Verhandlungen
mit den Filmgesellschaften betreffs eines Hollywoodfilms, der die Geschichte
der oben erwähnten Samurang erzählen soll. Möglicherweise
werden wir diese herausragende Kampfkunst dann bald auch auf der Leinwand
bewundern können.
Haidong Gumdo
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